WurmKompost-Kiste

Wurmkompostierung ist die gezielte Kompostierung mit Kompostwürmern. Gerade wer keinen Garten hat, kann mit Hilfe einer Wurmkompost-Kiste den größten Teil seiner Küchenabfälle  zu Komposterde verarbeiten lassen. Dabei helfen vor allem kleine rotgeringelte Würmer (Eisenia foetida) und eine Vielzahl von Mikroorganismen bei der Arbeit. Ungefähr ein Drittel des Hausmülls kann so in Nutzmüll umgewandelt werden, in sogenmannten Wurmhumus, einem organischen Dünger, der bestens geeignet ist für Blumentöpfe und Balkonkästen, ebenso für Gemüsebeete und Rabatten.

Doch wie sieht solch eine Wurmkiste aus?

In Hamburg gibt ‚Nutzmüll e.V:‘, wo man eine fix und fertige Kiste käuflich erwerben kann (inkl der notwendigen Kompostwürmer): http://www.nutzmuell.de/
Doch selber bauen ist eine ganz eigene zufriedenstellende Herausforderung für sich, mal eben eine Zeichnung angefertigt und Holz als auch Akkuschrauber besorgt und los geht’s….

Meine Bauanleitung – in wenigen Schritten ans Ziel:

Foto 11.10.13 11 31 34

Eine Kiste mit Zwischenwand aus Kaninchendraht oder ähnlichem. Der geschlossene Deckel aus Massivholz (alles unbehandelt) ist eine ideale Sitzbank und kann somit gut auch in der Küche als Sitzgelegenheit diesen.

Andernfalls findet diese Kiste auch gern einen Platz auf Balkon, Keller oder doch Dachboden. Die Würmer lieben Temperaturen zwischen 10°C – 25°C, wobei bei8 20°C – 25°C wohl die richtige Wohlfühltemperatur bei entsprechender Speisegrundlage liegt, d.h. da werden sie am aktivsten in der Umsetzungsrate und auch Populastion. Da es sich um ein na5türliches System, lediglich im kleineren Maßstab handelt, reguliert sich dieses auch dementsprechen wie die Natur das macht. Wenn gut Futter zur Verfügung steht und entsprechende Standortparameter vorhanden sind, ist die Aktivität dieses kleinen Systems superduper, wenn es aber zu kühl oder zu warm, zu trocken oder zu nass, zu hell, zu wenig Nahrung zum Umsetzen, dann fährt das System sich selbst runter auf ein Minimum zum Überleben. Die Arbeiter in diesem System, also die Würmer, haben es gern warm und feucht, aber keine Staunässe (sind ja keine Wasserlebewesen), und lieben die Dunkelheit – und gutes Futter.

Was lieben Kompostwürmer als Mahlzeit:
– Obst-, Gemüse- und Kartoffelschalen = Rohkost
– Kaffeesatz in Filtertüten aber auch Kräuterteebeutel
– zerkleinerte Eierschalen
– verblühte und zerkleinerte Schnitt-/ Topfblumen
– Speisereste in kleinen Mengen (in den Kompost eingearbeitet, so dass diese nicht anfangen zu schimmeln oder auch unangenehm riechen)
– Hornspäne wie auch abgeschnittene Fingernägel oder ausgekämmtes Haar vom Menschen
– Eierkarton

Was sollte lieber nicht in den Wurmkompost:
– Fleischreste/ Fisch (eher wegen Geruchsbelästigung und aufgrund des längeren benötigten Zeitrahmens)
– größere Mengen von Zitrusfruchtschalen oder Bananenschalen
– Knoblauch in großen Mengen wegen seiner antibakteriellen Wirkung, die dann auch in diesem kleinen Ökosystem positive Bakterien negativ beeinflussen würde oder diese neutralisieren

Warum macht der Kompostwurm denn diesen Wurmhumus?:
nun ja, der Kompostwurm stopft sich unaufhörlich Erde und organisches Material (welches auf seinem Speisezettel steht) in sich hinein, verwertet dieses und scheidet nach der Darmpassage seine Nahrung als feinste Humuskrümel wieder aus, die eine Menge nützlicher Mikroorganismen enthalten. Wurmhumus ist nährstoffreich, fördert das Wurzelwachstum und stärkt zudem die Widerstandsfähigkeit der Pflanze gegen Krankheiten und Schädlinge.

Im Vergleich zum Kunstdünger sind die Pflanzennährstoffe des Wurmhumus an Ton-Humus-Komplexe gebunden, so dass eine Überdüngung vermieden wird. Die Pflanzen können nicht aufschiessen oder verbrennen, eine Auswaschung der Pflanzennährstoffe in Gewässer oder Grundwasser kann nicht stattfinden. Zudem erhöhen die Ton-Humus-Komplexe die Pufferfähigkeit des Bodens. Es entsteht ein lebendiger Boden mit positivem Potential für alle Beteiligten.

 

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